Aktuelles

Präsentation Projekt #BKJohneRassismusBKJmitCourage

Präsentation Projekt #BKJohneRassismusBKJmitCourage

Dass die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nicht nur ein bloßes Paradigma ist, sondern am Berufskolleg Jülich auch im Schulalltag gelebt wird, stellt das vor den Osterferien stattgefundene Projekt #BKJohneRassismusBKJmitCourage eindrucksvoll unter Beweis.

 

Das vor allem von den beiden Schülersprechern Bilal Salim und Eva-Maria Wiesmath sowie dem SV-Verbindungslehrerteam Veronica Müller, Dunja Radermacher und Andre Heinen organisierte Projekt, dem bereits im Vorfeld eine intensive Planungs- und Vorbereitungsphase vorausging, endete mit einer großen Ergebnispräsentation der beteiligten Schülerinnen und Schüler und sorgte für beeindruckte, aber auch nachdenkliche Gesichter, sodass dieses Projekt mit seinem Hintergrund wohl allen Anwesenden noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 


Im Fokus der Themenpräsentation Mobbing #WIRsindGEGENmobbing, Unsere Welt richtig kennenlernen #ERSTwissenDANNreden, Flucht und Vertreibung - Gestern und Heute #AktionenGESCHICHTEverstehen stand neben der Information über den jeweiligen Sachverhalt stets die persönliche Involvierung der Besucher.

 

So wurden beim Thema „Mobbing #WIRsindGEGENmobbing“ neben statistischen Daten, die das Ausmaß des Mobbings unter den Schülern des BKJ visuell darstellten, eindrucksvolle selbstgedrehte Videos über das Thema gezeigt, die deutlich zum Ausdruck brachten, inwiefern sich mit dem Thema Zivilcourage beschäftigt wurde, denn die Schülerinnen und Schüler berichteten von eigenen Erlebnissen mit Mobbing, aber auch von Situationen, in denen sie oder andere Zivilcourage zeigen konnten, wodurch sie ins Gespräch und den Austausch untereinander kamen, die diese Vorträge besuchten. Darüber hinaus gab es eine Mitmachaktion über das Schubladendenken, angelegt an den Clip “All that we share” des dänischen Senders TV2, sowie einen Smartmob auf dem Schulhof, der demonstrieren sollte, wie man als Gemeinschaft auch in vermeintlich ungewöhnlichen Situationen zusammenstehen und dabei noch Spaß haben kann.

 

Dass Kulturen in kulinarischer Hinsicht sowie im Bereich Beauty und Fashion voneinander lernen können, demonstrierte das Thema „Unsere Welt richtig kennenlernen #ERSTwissenDANNreden“. Zum einen kochten 20 verschiedene Nationen nebeneinander und miteinander verschiedene Gerichte in der hauseigenen Küche, zum anderen fanden in der Aula Workshops statt, in denen erklärt und ausprobiert wurde, wie Henna Tattoos aufgezeichnet, Kopftücher gebunden und das Styling durch perfektes Make-up abgerundet werden kann. So konnte in jeglicher Hinsicht – sei es Besucher oder Schüler/in - selbst ausprobiert, getestet und variiert werden.

 

Eindrucksvoll geschildert wurden auch die Erlebnisse und Eindrücke rund um das Thema „Flucht und Vertreibung - Gestern und Heute #AktionenGESCHICHTEverstehen“. Unterstützend dazu stand für das Berufskolleg Jülich der Missio-Truck eine Woche zur Verfügung, den unsere Klassen besucht haben, um sich interaktiv mit dem Thema „Flucht von Menschen“ auseinanderzusetzen.

 

Neben der Vorstellung von Zeitzeugenberichten über die App WDR AR 1933-1945 per iPad und einem selbstdurchgeführten Interview mit einer Zeitzeugin aus Jülich ergänzte ein Film über die Geschichte und die Erlebnisse der Schülerinnen und Schüler, die bei uns einen Migrationshintergrund haben, nebst Flyer und einer Karte der Heimatländer dieses Thema.

 

Mit diesen nun hinzugewonnen Eindrücken, Erfahrungen aus der Projektarbeit und den neuen Kenntnissen über die Geschichten anderer Schülerinnen und Schüler unserer Schule sind wir sehr gespannt auf den Besuch der Zeitzeugin Henriette Kretz (*1934), die als Kind einer jüdischen Familie im damals polnischen Stanisławów (heute Iwano-Frankiwsk in der Ukraine) geboren und nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen im Herbst 1939 mit ihrer Familie ständig fliehen musste, wobei es dem Vater immer wieder gelang, die Familie vor dem Schlimmsten zu bewahren. 1944 wurden Henriettes Eltern vor ihren Augen erschossen. Sie selbst konnte sich in einem Nonnenkloster verstecken und überlebte den NS-Terror. Die Gespräche mit Frau Kretz, die nach den Osterferien stattfinden werden, bilden den Abschluss des Projektes und geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, diese schrecklichen und unmenschlichen Erlebnisse des Zweiten Weltkriegs von einer Überlebenden aus erster Hand zu erfahren.

 

Unterstützend abgerundet wurde das Thema mithilfe der Schülerprojekte der Wanderausstellung, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gedenken - Erinnerung - Mahnung - 80 Jahre Reichspogromnacht in Jülich" zum diesjährigen Holocaust Gedenktag einen Beitrag geleistet haben. Ihre Ausarbeitungen wie die der anderen Schulen, die an diesem Schülerprojekt mitgearbeitet haben, wurden nun am BKJ passend zum Projekt ausgestellt. 

 

Abschließend lässt sich festhalten, dass das Projekt sowie die Ergebnispräsentation gerade durch die Mitmachaktionen ein voller Erfolg waren, was die vielen Bilder mit Meinungen zum Thema #BKJohneRassismusBKJmitCourage sowie die Gästebucheinträge und Gespräche am Tag widerspiegelten. Daher gilt allen Beteiligten ein großes Dankeschön sowie ein ebenso großes Lob für die eingebrachten Gedanken, die getätigte Arbeit und das stetige Miteinander!

 

Danke an die Klassen BFE1 18, SOE1 und 2 18, BFW1 und 2 18, BGY2 18, BGY17, BGY16, HBE 17, HBE 18, HBW1 17, HBW2 17, HBW3 18 und HBW4 18 sowie die unterstützenden Lehrinnen und Lehrer, das Schüler OrgaTeam, der Schülervertretung, der Forschungszentrum Jülich sowie unserem Hausmeister Herrn Jumpertz und dem Förderverein, der das Projekt tatkräftig unterstützt hat.

 

Impressionen: