Industriemechaniker

Zusatzangebote

Maschinenbau PLuS (Praxisverbund Lehre und Studium) im Bildungsgang Industriemechaniker

Die Kooperative Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/in sowie zum Bachelor of Mechanical Engineering umfasst insgesamt 4 Jahre. Dabei ist das 1. Jahr ausschließlich für die Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/in vorgesehen, wobei sich die Studentinnen/Studenten schon an der Fachhochschule Jülich einschreiben. Die ersten zwei Semester können dann als „Urlaubssemester“ angesehen werden. Erst in ihrem 2. Jahr der Ausbildung (3. Semester) steigen die Studentinnen/Studenten in das eigentliche Bachelor-Studium ein. In den Semesterferien werden während des 3. bzw. 4. Semesters vertiefend weitere praktische Ausbildungsinhalte der Industriemechaniker/innen vermittelt. Die Abschlussprüfung Teil 1 für Industriemechaniker/innen erfolgt nach 1,5 Jahren, also nach dem 3. Semester. Sie findet in der Regel im März bzw. April (Theorie und Praxis) statt. Die Abschlussprüfung Teil 2 für Industriemechaniker/innen erfolgt nach 2,5 Jahren, also vor dem Ende des 5. Semesters. Dieser Teil der Abschlussprüfung findet in der Regel im Dezember (Theorie) bzw. Januar (Praxis) statt. Das Studium schließt nach 8 Semestern (inkl. der beiden „Urlaubssemester“ im 1. Ausbildungsjahr) mit dem Bachelor-Projekt ab.

 

Aufgrund des inhaltlich kompakten Programms, welches die Bachelor-Studentinnen/Studenten in 4 Jahren absolvieren müssen, können sie nicht in vollem Umfang, das heißt 3,5 Jahre, am Berufskolleg Jülich beschult werden. Da es sich bei den Studentinnen/Studenten um Schüler/innen mit Fachhochschulreife bzw. allgemeiner Hochschulreife handelt, die bei der Auswahl durch die Betriebe auf ihre naturwissenschaftlichen bzw. technischen Vorkenntnisse und Neigungen getestet wurden, kann man davon ausgehen, dass diese in der Lage sind unter Zuhilfenahme geeigneter Kompensationsmaßnahmen nach 2,5 Jahren die Abschlussprüfung zum/zur Industriemechaniker/in erfolgreich abzulegen.

 

In ihrem 1. bzw. 2. Jahr werden die Bachelor-Studentinnen/Studenten zusammen mit den „normalen“ Auszubildenden des 1. bzw. 2. Ausbildungsjahres, in den Lernfeldern 1 bis 4 bzw. 5 bis 9 beschult. Sie nehmen an einem 8-Stunden-Berufsschultag (1. Jahr: Montag bzw. 2. Jahr: Donnerstag) am Unterricht teil. Die fehlenden 8 bzw. 6 Wochenstunden gegenüber den „normalen“ Auszubildenden werden von den Studentinnen/Studenten in Eigeninitiative mit entsprechenden Hilfestellungen der im Bildungsgang tätigen Lehrer/innen kompensiert. Der Unterricht wird so organisiert, dass an dem gemeinsamen 8-Stunden-Berufsschultag neue Inhalte erarbeitet werden. In den restlichen 8 bzw. 6  Wochenstunden haben die „normalen“ Auszubildenden die Gelegenheit, das neu Erarbeitete im Unterricht einzuüben und zu vertiefen, während dies von den Studentinnen/Studenten selbständig zu leisten ist. Darüber hinaus müssen die Bachelor-Studentinnen/Studenten eine Projektarbeit im Laufe des 1. Jahres anfertigen, mit deren Hilfe eine Benotung in den Fächern Deutsch und Religion möglich ist. Nur so ist die Vergabe eines Berufsschulabschlusszeugnisses gewährleistet.

 

Die Aufarbeitung des Stoffes der Lernfelder 10 bis 13 des 3. Ausbildungsjahres findet im Anschluss an die Abschlussprüfung Teil 1 während des regulären Berufsschulunterrichts durch Binnendifferenzierung statt.

 

Im letzten halben Jahr (4. Ausbildungsjahr) mit den Lernfeldern 14 und 15 nehmen die Bachelor-Studentinnen/Studenten an einem 8-Stunden-Berufsschultag (Dienstag) des 4. Ausbildungsjahres teil. Dadurch wird gewährleistet, dass die Bachelor-Studentinnen/Studenten alle Lernfelder durchlaufen, wodurch sie keine inhaltlichen Defizite aufweisen müssen. Von ihnen wird jedoch mehr Selbständigkeit in Bezug auf Übungs- und Vertiefungsphasen verlangt.

 

4% der Credits des Kernstudiums des Bachelor of Mechanical Engineering werden von der Fachhochschule Jülich direkt am Berufskolleg Jülich geleistet (Technische Mechanik, Höhere Mathematik). 9% der Credits des Kernstudiums werden durch das Berufskolleg Jülich geleistet und von der Fachhochschule Jülich anerkannt (Technisches Zeichnen, Betriebs- und Wirtschaftslehre).

Euregiokompetenz

 

Mit dem Schuljahr 2008/2009 wurde am BK Jülich die Zusatzqualifikation Euregiokompetenz eingeführt.

 

Euregiokompetenz ist eine zertifizierte Zusatzqualifikation, deren Entwicklung und Validierung mit Mitteln aus dem EU-Interreg-Programm der Euregio Maas-Rhein gefördert wurde. Sie wird seit 2003 in der Euregio Maas-Rhein (Regio Aachen, die Provinzen Niederländisch und Belgisch Limburg, die Provinz Lüttich und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens) angeboten. Zwischenzeitlich sind rund dreißig berufliche Schulen und Weiterbildungseinrichtungen zertifizierte Euregiokompetenzschulen.

 

Mit der Zusatzqualifikation werden zwei Globalziele verfolgt, einerseits die Erhöhung der Mobilität auf dem Arbeitsmarkt der Euregio Maas-Rhein, dem es aufgrund der Grenzlage an Dichte mangelt, andererseits die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen durch besser ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Zielsetzung ist allein schon vor dem Hintergrund sinnfällig, dass die Niederlande der größte Handelspartner der Regio Aachen sind.

 

Euregiokompetenz besteht aus drei Teilqualifikationen: Fremdsprachenkompetenz und interkulturelle Kompetenz, Informationskompetenz (die Fähigkeit, sich zielgerichtet Informationen über den Arbeitsmarkt einer benachbarten euregionalen Partnerregion zu beschaffen und diese auszuwerten) sowie ein zweiwöchiges Praktikum in einem anderen Sprachraum in der Euregio Maas-Rhein.

 

Zur Erlangung der Zusatzqualifikation Euregiokompetenz müssen die Auszubildenden folgende Leistungen nachweisen:

 

  1. Fremdsprachenkompetenz:
    Die Auszubildenden erlernen in 200 U.-Std. die Sprache „Niederländisch“ soweit, dass sie die KMK-Prüfung auf der Niveaustufe A2 bestehen.
  2. Informationskompetenz:
    Die Auszubildenden sind nach 80 U.-Std. in der Lage, Informationsquellen zu nutzen, wenn sie in den Niederlanden bzw. in Belgien einen Arbeitsplatz suchen, eine Wohnung anmieten wollen, sich versichern müssen usw.. Der Abschlusstest in diesem Fach wird von der entsprechenden Fachlehrerin bzw. vom entsprechenden Fachlehrer durchgeführt.
  3. Auslandspraktikum:
    Die Auszubildenden wenden in einem zweiwöchigen Praktikum die erlangte Fremdsprachenkompetenz in einem belgischen Betrieb bzw. an einer belgischen Schule (Technisch Instituut Heilig Hart in Hasselt) an und vertiefen diese.

Ihre Euregiokompetenzpartnerinnen

Neben Herrn Thönnissen sind folgende Kolleginnen Ihre Ansprechpartnerinnen für Fragen rund um die Euregiokompetenz:

 

Alice Thönnissen

 

Tel.: 02461 93690 

Fax: 02461 936979

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