Tischler

FAQ

Was macht man in diesem Beruf?

Tischler/innen stellen Schränke, Sitzmöbel, Tische, Fenster und Türen, aber auch Innenausbauten so­wie Messe­ und Ladeneinrichtungen meist in Einzelanfertigung her. Zunächst beraten sie ihre Kundenüber Einrichtungslösungen, u.U. nehmen sie dabei Skizzen oder den Computer zu Hilfe. Nach der Auftragserteilung be-­ und verarbeiten sie Holz und Holzwerkstoffe mit einer Vielzahl unterschiedlicher,auch computergesteuerter Techniken. Tischler/innen sägen, hobeln und schleifen, verarbeiten Furnie­re und behandeln die Holzoberflächen. Einzeln angefertigte Teile verschrauben oder verleimen sie zu fertigen Holzprodukten.Auf Baustellen setzen sie Fenster, Treppen und Türen ein; in Wohn­ oder Büroräumen verlegen sie Parkettböden und montieren Einbaumöbel, Raumteiler oder Wandverkleidungen. Außerdem reparieren sie beschädigte Möbel oder gestalten Musterstücke.

 

Wo arbeitet man?

Beschäftigungsbetriebe:

Tischler/innen finden Beschäftigung

  • bei Herstellern von Möbeln, Holzwaren oder Holzkonstruktionsteilen

  • im Tischlerhandwerk, z.B. in Bautischlereien

 

Arbeitsorte:

Tischler/innen arbeiten in erster Linie

  • in Werkstätten und Werkhallen, z.B. in Lackier­ und Maschinenräumen

  • in Lagerräumen

  • auf Baustellen bzw. beim Kunden vor Ort

 

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch

  • im Büro

 

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwie­gend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss

ein. Stand Dezember 2016:

  • Abitur/Fachabitur 22%
  • Mittlerer Schulabschluss 43%
  • Hauptschulabschluss 32%
  • Kein Abschluss 3%

Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

 

Worauf kommt es an?
Anforderungen:
Sorgfalt (z.B. beim Einhalten von Maßen und Toleranzen beim Anfertigen von Holzbauteilen)
Handwerkliches Geschick (z.B. beim Anbringen und Verzahnen von Zinken und Zapfen an Holztei­len)
Umsicht (z.B. bei der Arbeit mit Kreis­ oder Bandsägen)
Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen von Innenausbauten und Einrichtungsge­genständen)
Kunden­ und Serviceorientierung (z.B. bei der Kundenberatung)
 
Schulfächer:
Mathematik (z.B. für die Berechnung von Werkstückabmaßen, Materialkosten und ‑bedarf, bei Flächen­ und Körperberechnungen)
Physik/Chemie (z.B. bei der Auswahl und Verarbeitung von Materialien)
Werken/Technik (z.B. für die Handhabung von Werkzeugen, Kleinmaschinen und Material; techni­sches Zeichnen)
 
Was verdient man in der Ausbildung?
Ausbildungsvergütungen pro Monat ab 01. September 2016 (ohne Gewähr):
 
  1. Ausbildungsjahr: 580,- €
  2. Ausbildungsjahr: 690,- €
  3. Ausbildungsjahr: 780,- €

 

(Quelle: Tarifregister NRW; http://www.tarifregister.nrw.de/pdf/azubiliste2017.pdf; Seite 145 oder hier)

 

(Quelle: BERUFENET (http://arbeitsagentur.de) — Stand: 01.08.2017)